Im Oktober zog es mich nach Santa Clara auf die ZendCon,
um meine erste PHP Konferenz zu besuchen. Ich war gespannt auf die Unterschiede zu der Unconference hier in Hamburg . Die PHPucHH hat die Messlatte hoch angesetzt.
Auf dieser internationalen PHP Konferenz waren auch aus Deutschland bekannte Gesichter vertreten. So konnte man unter anderem das Team von thePHP.cc (Arne, Stefan und Sebastian) oder David Zülke von Bitextender antreffen und ihren Vorträgen zuhören. Das gesamte Programm sah vielversprechend aus.
Wichtige Themenbereiche der Konferenz waren Cloud Computing, mobile Web, Datenhaltung und – handhabung, sowie Enterprise/Professional PHP. Dabei ging es nicht immer nur, wie der Name der Konferenz vermuten lässt, um Zend-nahe Vorträge. So hat Stefan Koopmanschap beispielsweise einen Vortrag über Symfony2 gehalten, welcher sehr großes Interesse fand.
Um möglichst gut von diesem breiten Angebot zu profitieren, hatte ich mir bereits im Vorfeld einige Sessions ausgewählt. Das Hauptaugenmerk lag dabei darauf einerseits mein Wissen im Bereich der Webentwicklung weiter auszubauen und andererseits den berühmten Blick über den Tellerrand zu wagen. Im Folgenden ein kleiner Einblick in die meiner Meinung nach interessantesten Vorträge:
Zend hat seine neue Cloud-Lösung vorgestellt, welches ein PaaS (Platform as a Service) bietet. In der Zend Developer Cloud kann man kollaborierend einfach und schnell entwickeln. Es kann dann zu jeder beliebigen (bzw. unterstützen) Cloud hin deployed werden. Die sogenannte Zend Application Frabic dient als Unterbau und stellt die Lauffähigkeit in allen unterstützten Clouds sicher. Dieser Ansatz der Entwicklung und Verteilung ist interessant und hört sich recht einfach an.
Zum Thema Datenhaltung und -handhabung im Allgemeinen gab es gerade aus dem NoSQL-Bereich informative Beiträge. Redis, Couchbase und MongoDB waren entsprechende Vertreter dieser Technologien.
Hierzu sei auf die Vorträge von Steve Francia “MongoDB and PHP” und Josh Butts “Scarling PHP Applications with Redis” verwiesen.
NoSQL-Datenbanken sind sicherlich nicht mehr aus den Webentwicklung wegzudenken, gerade wenn es um die Handhabung großer Datenmengen geht. Die Ending-Keynote von Dwight Merriman “NoSQL: How Serving 400,000 Ads A Second Inspired the Creation of Mongo” hat die Entwicklung von MongoDB aufgezeigt und verdeutliche den Gedanken hinter dieser Technologie.
Hinsichtlich professioneller PHP-Entwicklung waren die Vorträge von
Elizabeth Marie Smith “Using SPL Tools in Your Code” ,
Paul Jones “Benchmarking Applications and Frameworks” und
Derick Rethans “Profiling PHP Applications” sehr aufschlussreich.
Im Vortrag von Ilia Alshanetsky “Under the Hood” ging es ebenfalls um Profiling. Solche Art Vorträge, die sich mit professioneller PHP Entwicklung beschäftigen, sollten sicherlich auf keiner Konferenzen fehlen.
Als sehr interessant zu bewerten war der Vortrag “Change is Inevitable” von Stefan Priebsch über das temporale Pattern. Zusammenfassend geht es um die Abbildung von Daten, die zu verschiedenen Zeitpunkten unterschiedliche Zustände haben können.
Beide Vorträge von David Zülke “Large-Scale Data Processing with Hadoop and PHP” und “Designing HTTP Interfaces and RESTful Web Services” fanden eine sehr gute Resonanz.
Neben den normalen Vorträgen gab es auch noch eine UnConference, bei der ähnlich der UnCoferencen in Hamburg, Sessions ad hoc geplant und durchgeführt wurden. Hier fanden überwiegend Follow-ups der Vorträge statt.
Unter devPlant und PHP Gangsta sind Auflistungen aller Vorträge mit entsprechend verfügbaren Slides zu finden.
Mein Fazit:
Alles in allem war die Konferenz professionell organisiert, Themen-technisch breitgefächert und informativ.Es war ein lohnenswerter Besuch, bei dem ich mein Wissen und Verständnis rund um PHP, Cloud Computing und NoSQL verbessern konnte, was nicht zuletzt die erfolgreich bestandene PHP 5.3 Zertifizierung zeigt :)
Im Vergleich zu der PHPucHH ist zu sagen, dass man der ZendCon ihre professionelle Herangehensweise angemerkt hat. Die beiden Ansätze, Un-Konferenz und Konferenz, sind jedoch beide sehr empfehlenswert.
Nächstes Jahr kann man überlegen, ob man nicht selber für die ZendCon einen Vortrag einreicht - Inhalt könnten die Themen Symfony 2 und MongoDB im Zusammenspiel mit unserem sich gerade in der Entwicklung befindlichen Framework sein.

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